Stadtteilspaziergänge

Von den insgesamt 25 Stadtteilen der bayerischen Landeshauptstadt stelle ich Ihnen exemplarisch drei besonders typische vor:

Lehel

Wenn Sie durch's Lehel (sprich Lächel) gehen, heute eines der teuersten Wohnviertel Münchens, werden Sie kaum glauben, dass dies das ehemalige Armenhaus vor den Toren der Stadt war. Enge Herbergshäuser ohne Kanalisation und Strom prägten damals die älteste hochwassergefährdete Vorstadt. Wie es zu diesem Wandel kam, erfahren Sie bei einem kurzweiligen Spaziergang.


Der St. Anna Platz im Lehel

Haidhausen

Auch dieses ehemalige Dorf ist viel älter als die Residenzstadt. Einst war es ein wichtiger Ort für das Brauereigewerbe. Auf den Isarhöhen gelegen, gab es im Fels über 50 Keller, wo das frisch gebraute Bier bis zur Erfindung des Kühlaggregats durch Carl von Linde in den Siebzigerjahren des 19. Jahrhunderts kühl lagerte. Straßennamen deuten noch heute darauf hin. Aber auch Handwerker, Ziegelbrenner und Tagelöhner wohnten hier auf engstem Raum. Einige Handwerkerhäuschen, die sich meist mehrere Familien teilten, sind erhalten. Heute ist Haidhausen eine äußerst beliebte Wohngegend. Cafés, Restaurants und Innenhöfe laden zum Verweilen ein.


Der Kriechbaumhof in Haidhausen

Bogenhausen

Um einige Jahrhunderte älter als die Stadt selbst, wurde das einstige Bauerndorf Ende des 19. Jahrhunderts nach München eingemeindet. Seine besonders reizvolle Lage am rechten Isarhochufer zog vor allem bereits Anfang des 19. Jahrhunderts viele Adelige an. So hatte auch der Superminister unter dem ersten König von Bayern Graf Montgelas Bogenhausen als Wohnsitz gewählt. Wer hier wohnte, hatte es geschafft. Namhafte Architekten bauten hochherrschaftliche Villen umgeben von Parkanlagen und großzügigen Gärten. Sie prägen heute noch dieses gediegene Wohnviertel, das im Krieg kaum zerstört wurde. Lassen Sie sich auf unserem Rundgang einige der eindrucksvollsten zeigen und erfahren Sie spannende Geschichten über ihre Bewohner.


Die "Monacensia" in Bogenhausen